#zeitfokus.

Mittwoch, 03 Jun 2020
Foto: Wir haben es satt!/Meine Landwirtschaft / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)
 1-2 Minuten Lesezeit  254 Worte im Text  vor 323 Tagen

Im Ringen mit den Glyphosat-Klagen, die Bayer so schwer belasten, scheint der Konzern einen Erfolg erzielt zu haben: Ein US-Richter senkte die Höhe des Schadenersatzes, den Bayer zahlen muss. Dass der Konzern dennoch in die Berufung geht, ist kein Wunder. Der Sieg in San Francisco ist ein Pyrrhussieg. Der Richter betont auch, dass die Klage in der Sache berechtigt ist. Auf Basis der Beweise verdiene Monsanto eine Bestrafung. Damit fällt die Verteidigungsstrategie zusammen. Bayer hatte seine Hoffnung darauf gesetzt, dass Richter anders entscheiden als vermeintlich emotionale Geschworene. Nun hat Bayer es amtlich: Monsanto hat seine Kunden getäuscht. Die Hoffnung, mit Freisprüchen aus den Tausenden Verfahren zu kommen, dürften in Leverkusen verschwunden sein. Längst hat das große Rechnen begonnen. Welche Vergleiche können wir uns leisten, um rasch die schwere Hypothek des Monsanto-Deals zu tilgen?

Felix Banaszak
Foto: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / CC BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)

Grüne in NRW fordern "Paradigmenwechsel" der Landesregierung bei der Corona-Krisenbewältigung

Zugleich läuft die Planung für die Zeit nach Glyphosat an. Mag der Konzern noch gebetsmühlenartig betonen, es gebe Hunderte Studien, die die Unbedenklichkeit des Unkrautvernichters belegen, so schafft die Politik längst Fakten. Wenn schon die konservative Agrarministerin Julia Klöckner eine Verlängerung der Zulassung über 2022 hinaus ablehnt, ist klar: Die Zeit für Glyphosat läuft ab. Das Mittel hat über Jahrzehnte seine Verdienste in der Landwirtschaft gehabt. Doch seine Nebenwirkungen will die Gesellschaft nicht länger tragen. Deshalb muss die Wirtschaft nach Alternativen suchen - so wie beim Kohleausstieg auch. Bei hinreichendem Vorlauf, der Planungssicherheit gibt, ist das kein Problem. Dass Bayer nun erstmals auf die Entwicklung alternativer Mittel setzt, zeigt, dass man in Leverkusen langsam begreift.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Europaabgeordnete Erik Marquardt (Grüne)
Foto: GUE/NGL - F70A8497 / CC BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)

Erik Marquardt über Flüchtlingspolitik in Corona-Zeiten

Der Europaabgeordnete Erik Marquardt (Grüne) kritisiert die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung scharf. In der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" warnte er vor einem...
Clemens Tönnies
Foto: Susanne Freitag / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Tönnies kritisiert Corona-"Generalverdacht" gegen Fleischbranche

Die Ankündigung der NRW-Landesregierung, angesichts eines Corona-Ausbruchs in der Belegschaft des Westfleisch-Schlachthofes in Coesfeld Kontrollen von Arbeiter-Unterkünften und Tests sämtlicher...
Fakt ist, dass der Einsatz von Politik, Gewerkschaften und nicht zuletzt engagierten Bürgern in den vergangenen Jahren zu Verbesserungen geführt hat - oft im Dialog mit den Unternehmen.
Foto: Jai79 / CC0 (via Pixabay)

Kommentar zu Werkvertragsarbeitern

Natürlich mögen die Lebensumstände vieler ausländischer Werkvertragsarbeiter hierzulande beklagenswert sein. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn das System der über Subunternehmen angeheuerten...
Zu Hochmut oder Leichtsinn besteht aber weiterhin nicht der geringste Anlass. Das Virus ist nach wie vor da. An der Gefährdungslage ändert sich nichts.
Foto: Annie Spratt

Corona und Lockerungen

So, jetzt ist gelockert. Viele Beschränkungen, denen wir wegen der Corona-Pandemie unterlagen, entfallen jetzt - bis auf Weiteres. Große Teile der Freiheit, die wir für einige Wochen nicht hatten,...
Wenn der Staat direkt und auch wirksam helfen will, dann könnte er doch seine eigenen Fuhrparks bei Verwaltung, Polizei etc. gezielt erneuern.
Foto: Pablo Martinez

Der Staat wird das Füllhorn für Autokäufe ausschütten

Was ist da nur geschehen? Da fordert die deutsche Automobilindustrie in bewährter Manier staatliche Hilfen, um den Absatz seiner Karossen zu fördern. Doch anstatt sofort und großzügig, wie früher...
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Engin Akyurt

Aus dem Soli wird die Corona-Abgabe

Es geht um gewaltige Zahlen. Über eine Billion Euro haben Bund und Länder zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise in Aussicht gestellt. Allein in diesem Jahr hat der Bundestag schon einen...
Besuche einer festen Kontaktperson unter strengen Auflagen zu erlauben, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Foto: Georg Arthur Pflueger

Das Risiko, einsam zu sterben

Ehepartner, die sich nicht Lebewohl sagen können. Töchter und Söhne von Demenzkranken, die plötzlich nicht mehr kommen, aber keine Chance haben, dass ihre Angehörigen jemals den Grund dafür...
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