Foto: Goran Horvat / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  252 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Die Klimapolitik der Bundesregierung folgt dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". In Sonntags- und Freitagsreden sind alle dafür, dass Deutschland mehr tut zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Doch das Handeln sieht anders aus: Danach darf Klimapolitik keinem weh tun, schon gar nicht dem Autofahrer. Entsprechend mutlos ist das Klimapaket der großen Koalition. Nach den Wirtschaftsweisen stellt ihm nun auch das Umweltbundesamt ein schlechtes Zeugnis aus. Kernbotschaft: Wenn der Bund die Verkehrswende so zaghaft anpackt, verfehlt Deutschland nach 2020 auch die Klimaziele 2030. Eine Ohrfeige für Bundesumweltministerin Svenja Schulze wie für Verkehrsminister Andreas Scheuer.

Bandt warnte, die EU-Agrarzahlungen verlören ihre Legitimation beim Steuerzahler.
Foto: Jed Owen

EU-Agrarsubventionen: Regierungsberater wollen über Verteilung mitentscheiden

Wer die Bürger anreizen will, auf Autos mit klimafreundlichem Antrieb sowie auf Rad, Bus und Bahn umzusteigen, muss ihnen eine alternative Infrastruktur bieten - und mehr als eine homöopathische Erhöhung der Spritpreise vornehmen. Doch nur dazu wird das Klimapaket führen: Der Einstiegspreis für CO2-Emissionen ist viel zu gering, um eine Lenkungswirkung zu entfalten, zumal zu allem Überfluss zugleich die Pendlerpauschale erhöht wird. Mag Scheuer sich zum Robin Hood der Vielfahrer aufspielen - seine Politik ist verlogen. Das Umweltamt rechnet nur kühl vor, was passieren muss, damit der Verkehr den Emissions-Sparbeitrag bringt, den die große Koalition ihm (zu Recht) zugewiesen hat. Wer das nicht möchte und trotzdem die von Deutschland der Welt versprochenen Klimaziele erreichen will, muss alternativ andere Sektoren belasten - und schon 2030 aus der Kohle aussteigen. Das kann Scheuer den Menschen im rheinischen Revier und der Lausitz, aber auch der deutschen Industrie, die auf Versorgungssicherheit angewiesen ist, gerne erklären.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Kaum jemand würde von Köln nach Berlin oder Hamburg das Flugzeug benutzen - wenn, ja wenn die Bahn nicht auf beiden Verbindungen jeweils mehr als vier Stunden brauchen würde.

Wie man die Leute in die Jets treibt

Kurzstreckenflüge streichen ? Kein Problem. Mit Inbetriebnahme der ICE-Strecke Köln-Frankfurt 2002 kürzte die Lufthansa ihr Flugangebot zwischen beiden Städten, 2007 stellte sie die letzten Flüge...
Back To Top