#zeitfokus.

Montag, 30 Mär 2020
Foto: Gerd Altmann / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  279 Worte im Text  vor 47 Tagen
Chinas Intransparenz gefährdet Leben . Tedros Adhanom Ghebreyesus brachte es am Dienstag auf den Punkt. "Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dort diskutieren bis Mittwoch rund 400 Experten und Forscher aus aller Welt, wie sich die Epidemie des neuen Coronavirus eindämmen lässt. Was die Forscher brauchen sind neben Geld vor allem Informationen. Da stößt die neueste Nachricht aus China natürlich besonders sauer auf. Die Regierung schönt seit Ende vergangener Woche ihre Statistik über die Zahl der Infektionen. Registriert werden nur Personen, die Symptome zeigen. Dabei deutet bisher vieles darauf hin, dass Patienten, die mit dem Virus infiziert sind, auch ansteckend sind, wenn sie keine Symptome zeigen. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürfte also deutlich über dem liegen, was China derzeit angibt. Und selbst diese Zahl ist nicht gering: Rund 43.100 Menschen haben sich angesteckt, mindestens 1018 sind gestorben. Will China verbergen, dass man mit der Epidemie überfordert ist? Zum Stil der derzeitigen Regierung, die seit Jahren mit harter Hand regiert, würde es passen. Es wäre freilich der falsche Weg. Peking hat es eigentlich auch gar nicht nötig. Dank der drastischen Quarantäne-Maßnahmen ist dem Land und wohl auch weiten Teilen der Welt eine noch schnellere Ausbreitung des Virus erspart geblieben. Die Millionenstadt Wuhan, wo der Erreger mutmaßlich seinen Ursprung hat, wurde rasch abgeriegelt. China hat aus der Sars-Pandemie 2002/2003 gelernt. Damals versagte der Staatsapparat. Er erkannte viel zu spät, welches Chaos hereinzubrechen drohte. Dieses Mal war man wacher. Doch der Kampf ist noch nicht gewonnen. Und mit Intransparenz gewinnt man ihn ganz sicher nicht. Quelle: ots/Rheinische Post

Tedros Adhanom Ghebreyesus brachte es am Dienstag auf den Punkt. "Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dort diskutieren bis Mittwoch rund 400 Experten und Forscher aus aller Welt, wie sich die Epidemie des neuen Coronavirus eindämmen lässt. Was die Forscher brauchen sind neben Geld vor allem Informationen.

Theresa May
Foto: The White House / Public Domain (via Wikimedia Commons)

Brexit-Lage in Großbritannien: Nichts ist, wie es scheint

Da stößt die neueste Nachricht aus China natürlich besonders sauer auf. Die Regierung schönt seit Ende vergangener Woche ihre Statistik über die Zahl der Infektionen. Registriert werden nur Personen, die Symptome zeigen. Dabei deutet bisher vieles darauf hin, dass Patienten, die mit dem Virus infiziert sind, auch ansteckend sind, wenn sie keine Symptome zeigen. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürfte also deutlich über dem liegen, was China derzeit angibt. Und selbst diese Zahl ist nicht gering: Rund 43.100 Menschen haben sich angesteckt, mindestens 1018 sind gestorben.

Will China verbergen, dass man mit der Epidemie überfordert ist? Zum Stil der derzeitigen Regierung, die seit Jahren mit harter Hand regiert, würde es passen. Es wäre freilich der falsche Weg. Peking hat es eigentlich auch gar nicht nötig. Dank der drastischen Quarantäne-Maßnahmen ist dem Land und wohl auch weiten Teilen der Welt eine noch schnellere Ausbreitung des Virus erspart geblieben. Die Millionenstadt Wuhan, wo der Erreger mutmaßlich seinen Ursprung hat, wurde rasch abgeriegelt. China hat aus der Sars-Pandemie 2002/2003 gelernt. Damals versagte der Staatsapparat. Er erkannte viel zu spät, welches Chaos hereinzubrechen drohte. Dieses Mal war man wacher. Doch der Kampf ist noch nicht gewonnen. Und mit Intransparenz gewinnt man ihn ganz sicher nicht.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Corona-Schockstarre, Bevölkerung macht Hamsterkäufe und läuft mit Schutzmasken durch die Gegend.
Foto: falco / CC0 (via Pixabay)

Bundesweite Schulschließungen wären "hysterische Überreaktion"

Kassenarztchef Andreas Gassen hat scharfe Kritik an wiederholten Rufen nach "Corona-Schulferien" geübt: "Bei wenigen Hundert Infizierten in Deutschland wären bundesweite Schulschließungen eine...
empty alt
Foto: ResoluteSupportMedia / CC BY 2.0 (via Flickr)

Nur eine kleine humanitäre Geste

Das Jahr 2015 mit fast einer Million in Deutschland aufgenommenen Flüchtlingen hat auch bei der großen Koalition Spuren hinterlassen. Wie tief sie sind, zeigt der dürre Beschluss des...
Der Lohnstückkostenunterschied zwischen dem Euroraum und Deutschland ist im Jahr 2018 auf acht Prozent gestiegen.
Foto: Piqsels CC0

Teures Arbeiten

Die deutsche Industrie schultert im internationalen Vergleich nach wie vor hohe Kosten: Im Ausland produzieren Unternehmen rund 13 Prozent weniger arbeitskostenintensiv als in Deutschland, zeigt...
Kritisch ist aktuell vor allem die Lage auf den griechischen Inseln in der Ostägäis.
Foto: Jim Black

Flüchtlingsnot in Griechenland: Menschenrechtsbeauftragte schlägt Alarm

Auch nach einem ablehnenden Votum im Bundestag reißen die Forderungen nach schneller Hilfe für ausgesuchte Flüchtlinge in Griechenland nicht ab. So sagte die Menschenrechtsbeauftragte der...
Bei Gemüse, Eiern oder Obst wie Äpfeln muss die Nachfrage durch Importe gedeckt werden. Das muss sich ändern.
Foto: Brea Miller / VIRIN: 110517-F-BS492-333

Dienstpflicht in Zeiten der Krise

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Die Corona-Pandemie erweist sich für alle und alles als Stresstest, aber ganz unmittelbar für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Es ist der...
Wer unter seiner Qualifikation arbeitet, ist nicht nur häufig im Arbeitsleben unzufrieden und verdient weniger.
Foto: Liam Martens

Fast jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland ist überqualifiziert

Fast jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland ist überqualifiziert. Gut 5,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (15,7 Prozent) haben einen Job mit einem Anforderungsprofil unterhalb der...
Der US-Präsident droht das Kräftemessen mit dem Virus zu verlieren.
Foto: The White House / Public Domain (via Flickr)

Trumps Einreisesperre ist Schaufensterpolitik

Für Donald Trump ist der Fall klar. Europa ist schuld. Europa hat es verschlafen. Europa hat zu lange tatenlos Chinesen über den Kontinent reisen lassen und es versäumt, sich früh gegen das...
Back To Top