#zeitfokus.

Dienstag, 02 Jun 2020
Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut demnach der Bundesregierung in der Krise.
Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut demnach der Bundesregierung in der Krise. Foto: Tumisu (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  357 Worte im Text  vor 17 Tagen

88 Prozent der Bürger bleiben in der Corona-Krise optimistisch und gehen davon aus, "dass alles gut wird". Jeder Zehnte hat allerdings noch Angst vor der Zukunft. Das geht aus dem aktuellen Krisenbarometer der Konrad-Adenauer-Stiftung hervor, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.

Die wegen der Corona-Krise in Not geratene Lufthansa verhandelt mit der Bundesregierung über ein Rettungspaket im Umfang von neun Milliarden Euro.
Foto: Dennis Gecaj

Debatte um Staatshilfen: DGB verschärft Forderung nach Gegenleistungen

69 Prozent der Bürger glauben allerdings, dass die Corona-Krise langfristige, persönliche Folgen für sie haben wird. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als Ende April, wo dies noch 78 Prozent annahmen. Insgesamt blicken die Deutschen positiv in die Zukunft. 76 Prozent glauben daran, dass Deutschland die Herausforderungen der Pandemie bewältigen wird. Ende März glaubten daran allerdings noch fast 90 Prozent der Bürger. Dem Satz "Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland" stimmen aktuell über 20 Prozent zu. Das Meinungsforschungsinstitut Usuma befragt für das Krisenbarometer der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung seit 30. März jede Woche 300 Wahlberechtigte in immer neuen Stichproben.

Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut demnach der Bundesregierung in der Krise. Wie die "NOZ" berichtet, haben 65 Prozent aktuell angegeben, großes oder sehr großes Vertrauen in die Bundesregierung zu haben. Der Wert lag mit 78 Prozent Ende April schon deutlich höher, Anfang Mai mit 61 Prozent aber auch schon niedriger. Ihren jeweiligen Landesregierungen vertrauen sogar noch mehr Menschen in der Krise. 68 Prozent sind es aktuell, Anfang des Monats vertrauten nur 61 ihren Regierungen im Bundesland. Weniger Vertrauen schenken die Bürger ihren Volksvertretern im Parlament in der Bewältigung der Pandemie. 57 Prozent vertrauen dem Bundestag, Anfang des Monats waren es mit 49 nicht einmal die Hälfte der Bürger. Ein Zusammenhang der Werte zu den Lockerungsmaßnahmen ist nur punktuell zu erkennen. Rund um den 6. Mai, der jüngsten Abstimmung von Bund und Ländern, bei dem weitreichende Lockerungen vereinbart wurden, ist eine leichte Zunahme des Vertrauens zu erkennen.

Nach wie vor hält die Mehrheit der Bevölkerung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für angemessen, berichtet die "NOZ" aus dem Krisenbarometer. Die hohe Zustimmung zu den Maßnahmen von 88 Prozent Ende März hat seither abgenommen, liegt im aktuellen Krisenbarometer aber immer noch bei 71 Prozent. 11 Prozent sind noch der Ansicht, die Maßnahmen gingen nicht weit genug.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrGesellschaft
Besuche einer festen Kontaktperson unter strengen Auflagen zu erlauben, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Foto: Georg Arthur Pflueger

Das Risiko, einsam zu sterben

Ehepartner, die sich nicht Lebewohl sagen können. Töchter und Söhne von Demenzkranken, die plötzlich nicht mehr kommen, aber keine Chance haben, dass ihre Angehörigen jemals den Grund dafür...
Von den insgesamt 59 im Bußgeldkatalog aufgeführten Tatbeständen entsprächen auch bei großzügiger Auslegung nur noch neun Tatbestände den Regelungen der aktuellen Verordnung.
Foto: Alexandra Koch

Schulen brauchen Planungssicherheit

Es sieht so aus, dass die massiven Sicherheitsmaßnahmen gegriffen haben, die zum Schutz vor dem Coronavirus an den Schulen in Nordrhein-Westfalen getroffen worden sind. Rund 280 Schüler und Lehrer...
Josef Schuster
Foto: Freud / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Josef Schuster: "Bin nicht überzeugt, dass die Deutschen es verstanden haben"

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Zweifel daran geäußert, dass die Deutschen hinreichende Lehren aus der...
Die Strategie des Lockdowns für alle Kinder muss beendet und durch das Aufdecken von Infektionsketten und deren konsequente Nachverfolgung ersetzt werden
Foto: Alicja / CC0 de (via Pixabay)

Kindermedizinische Dachorganisation legt Konzept für "kontrollierte" Kitaöffnungen vor

Vor der Familienministerkonferenz an diesem Mittwoch hat sich die kindermedizinische Dachorganisation DAKJ in die Debatte über Kitas in der Corona-Krise eingeschaltet. "Wir plädieren eindrücklich...
Wenn der Staat direkt und auch wirksam helfen will, dann könnte er doch seine eigenen Fuhrparks bei Verwaltung, Polizei etc. gezielt erneuern.
Foto: Pablo Martinez

Der Staat wird das Füllhorn für Autokäufe ausschütten

Was ist da nur geschehen? Da fordert die deutsche Automobilindustrie in bewährter Manier staatliche Hilfen, um den Absatz seiner Karossen zu fördern. Doch anstatt sofort und großzügig, wie früher...
Mahnwache in Hannover gegen Antisemitismus nach dem Anschlag in Halle, 10. Oktober 2019
Foto: Bernd Schwabe in Hannover / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Corona-Krise kann zu Ressentiments führen

Der Zentralrat der Juden hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer Welle von Ressentiments gegen Minderheiten führen kann. Präsident Josef Schuster sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung"...
Zu Hochmut oder Leichtsinn besteht aber weiterhin nicht der geringste Anlass. Das Virus ist nach wie vor da. An der Gefährdungslage ändert sich nichts.
Foto: Annie Spratt

Corona und Lockerungen

So, jetzt ist gelockert. Viele Beschränkungen, denen wir wegen der Corona-Pandemie unterlagen, entfallen jetzt - bis auf Weiteres. Große Teile der Freiheit, die wir für einige Wochen nicht hatten,...
Back To Top