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Politiker als Risikogruppe

Politiker leben gefährlich in Zeiten der Pandemie. Da muss man nicht mal an Donald Trump und seine Super-Spreader-Events im Weißen Haus denken. Auch in Deutschland hat sich Covid-19 bereits in der Berufsgruppe breit gemacht, für die Kontakte zu Menschen, lange Sitzungen und das Unterwegs-Sein zur Job-Beschreibung gehören. Nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke erwischt.

Geschrieben von Joachim Fahrun am . Veröffentlicht in Gesundheit.
Woidkes positiver Test zeigt aber auch, wie rasend schnell eine Infektion weite Kreise ziehen kann.
Foto: Adrian Fiedler / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Politiker leben gefährlich in Zeiten der Pandemie. Da muss man nicht mal an Donald Trump und seine Super-Spreader-Events im Weißen Haus denken. Auch in Deutschland hat sich Covid-19 bereits in der Berufsgruppe breit gemacht, für die Kontakte zu Menschen, lange Sitzungen und das Unterwegs-Sein zur Job-Beschreibung gehören. Nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke erwischt.

Woidkes positiver Test zeigt aber auch, wie rasend schnell eine Infektion weite Kreise ziehen kann. Der Brandenburger war natürlich am Sonnabend mit Dutzenden anderen Menschen bei der Eröffnung des BER. Bislang sieht es nicht so aus, als wäre die bescheidene Zeremonie ein Virus-Umschlagplatz wie einst der Rosengarten in Washington. Die Gäste trugen nur bei ihren Reden keine Masken, hielten meist die vorgeschriebenen Abstände ein. Wenn ein Infizierter wie Woidke in einem solchen Rahmen keine Menschen angesteckt hat, wäre das ein Beleg für die Wirksamkeit ordentlicher Hygienekonzepte.

Dennoch sind die Auswirkungen spürbar. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Lufthansa-Chef Carsten Spohr, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup - sie alle begaben sich vorsorglich in Quarantäne, meldeten sich zum Test an. Und das, obwohl nicht ganz sicher ist, ob sie wirklich die Kriterien als Kontaktpersonen ersten Grades erfüllten. So ganz einfach ist es nicht zu erkennen, ob es nun ein enger Kontakt über 15 Minuten war oder nur über zehn Minuten. Deswegen ist Vorsicht in einem solchen Fall genau richtig.

Das gilt für Spitzenpolitiker, aber auch für jeden Bürger.

Quelle: ots/Berliner Morgenpost

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