Foto: Stela Di / pixabay (CC)
 1-2 Minuten Lesezeit  249 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Die Grünen haben Konsequenzen aus den Beschwerden von Passieren und Bordpersonal über schlechte Kabinenluft in Flugzeugen gefordert. Die Bundesregierung solle den serienmäßigen Einsatz von Mess- und Warnsystemen in allen Maschinen durchsetzen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Markus Tressel, der "Saarbrücker Zeitung" (Montagausgabe).

Quarantäne-Anordnungen für Schüler oder Klassen gab es nach Angaben der Städte und Kreise in Mülheim, Essen, Herne, Hattingen, Witten, Unna, Düren, Dorsten und Remscheid.
Foto: congerdesign

Etliche Klassen in NRW nach Coronafällen in Quarantäne

Flugzeuge, die noch mit der sogenannten "Zapfluft" arbeiteten, sollten nicht mehr zugelassen werden. Tressel berief sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion, wonach im letzten Jahr bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung 147 Störungen "in Verbindung mit Kabinenluft" gemeldet wurden, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Darunter 30 Mal wegen Ölgeruchs. Vier Meldungen wurden als "schwere" Störungen eingestuft. Tressel äußerte die Vermutung, dass die Dunkelziffer weit höher liege und verwies auf Zahlen der Berufsgenossenschaft Verkehr, die derzeit rund 1000 Vorgänge bearbeitet, bei denen Piloten oder Bordpersonal über die Auswirkungen klagen. "Die Gesundheit von Passagieren und Crewmitgliedern wird von Herstellern und Fluggesellschaften seit Jahren leichtfertig aufs Spiel gesetzt", sagte der Grünen-Politiker.

Bei vielen Flugzeugtypen wird Luft aus dem Mantelstrom der Turbinen angezapft und zur Kühlung für andere Bauteile verwendet. Sie kann unter Umständen in den Innenraum gelangen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Luftverkehrswirtschaft, Matthias von Randow, sagte der Zeitung, sowohl die europäische Sicherheitsbehörde EASA als auch eigenen Messungen hätten eine Gefährdung nicht belegen können. Gleichwohl appelliere der BDL an die Hersteller, Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, "die selbstverständlich eine saubere Kabinenluft garantieren". Der Verband habe der Industrie zudem mehrfach vorgeschlagen, die Einführung zusätzlicher Warnsysteme zu prüfen.



Quelle: Saarbrücker Zeitung


#mehrGesellschaft
Kaum jemand würde von Köln nach Berlin oder Hamburg das Flugzeug benutzen - wenn, ja wenn die Bahn nicht auf beiden Verbindungen jeweils mehr als vier Stunden brauchen würde.

Wie man die Leute in die Jets treibt

Kurzstreckenflüge streichen ? Kein Problem. Mit Inbetriebnahme der ICE-Strecke Köln-Frankfurt 2002 kürzte die Lufthansa ihr Flugangebot zwischen beiden Städten, 2007 stellte sie die letzten Flüge...
Back To Top