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Die Hygienestandards in niedersächsischen Helios-Kliniken entsprechen offenbar nicht durchgehend den empfohlenen Standards. In den privaten Helios-Kliniken werden Patienten, die einen multiresistenten MRSA-Keim in sich tragen, nicht grundsätzlich von anderen Patienten isoliert.

Besonders lange dauert dabei die sogenannte Kundenphase von der Antragstellung bis zum Eingang der vollständigen Antragsunterlagen.
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Arbeitslosengeld: Im Schnitt 49 Tage von Antragstellung bis Auszahlung

Das geht aus Dokumenten niedersächsischer Helios-Krankenhäuser hervor, die dem NDR Fernsehmagazin "Hallo Niedersachsen" vorliegen. Die Vorgehensweise widerspricht Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut (KRINKO). Sie empfiehlt die grundsätzliche Isolation aller Patienten, die mit MRSA besiedelt sind. Die Empfehlungen der KRINKO gelten für viele Fachleute als bindend.

Karin Schwegmann, Hygienefachärztin für insgesamt 8 der 14 niedersächsischen Helios-Kliniken, bestätigte im Interview, dass Helios die Empfehlungen nicht vollständig umsetzt: "Wenn ein Patient nur eine nasale Kolonisation aufweist, das heißt, er ist nur in der Nase mit MRSA besiedelt, dann muss der Patient nicht zwingend isoliert werden." Gleiches gelte für Patienten, die in einer Wunde mit MRSA besiedelt sind, die leicht zu verbinden ist.

Der Anwalt Burkhard Kirchhoff, der auch Patienten aus Niedersachsen vertritt, kritisiert die Verfahrensweise bei Helios. Die Vorgaben der KRINKO "sind keine Empfehlungen, die beliebig sind für Kliniken", sagt Kirchhoff. "Die Empfehlungen haben in Deutschland den Rang eines Gesetzes." Der wissenschaftliche Standard gelte nur dann als eingehalten, wenn sie von den Kliniken umgesetzt würden. "Und zwar eins zu eins lückenlos", so Kirchhoff.

Gleichzeitig beklagen Arbeitnehmervertreter eine Überlastung von Helios-Mitarbeitern sowohl in der Pflege als auch beim ärztlichen Personal. "Hallo Niedersachsen" liegen 75 Überlastungs- und Gefährdungsanzeigen aus unterschiedlichen Helios Krankenhäusern vor. "Die Pflegekräfte auf den Stationen sind am Anschlag. Nach meiner Auffassung können die hygienischen Maßnahmen nicht voll durchgeführt werden, weil die Zeit fehlt", so der Betriebsratsvorsitzende des Helios Klinikums in Hildesheim, Frank Zill. Eine Helios-Sprecherin teilte dazu mit, Anzeichen von Überlastung seien nicht einseitig auf Personalmangel zurückzuführen, "sondern auch auf die Frage, wie die Arbeit organisiert wird." Die Abläufe würden permanent verbessert.



Quelle: NDR Hallo Niedersachsen


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