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Erstmals können gesundheitliche Risiken durch flüchtige Schadstoffe aus Baumaterialien europaweit einheitlich beurteilt werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein gesundes Raumklima gewährleistet ist.

Berliner Innensenator Andreas Geisel lieferte Querdenkern den Stoff für ihre Empörung auf dem Silbertablett.
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Solche Demos müssen wir aushalten

Insbesondere flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie sie in Baumaterialien, Einrichtungen, Elektrogeräten, Reinigungsmitteln oder anderen Produkten enthalten sind, können im Innenraum gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen erreichen. "Als Konsequenz immer besser gedämmter Häuser können gesundheitsgefährdende Substanzen nicht mehr so leicht entweichen. Darum müssen Emissionsquellen im Innenraum besser kontrolliert und reduziert werden", sagt Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. "So kann auch bei moderner Bauweise sichergestellt werden, dass es nicht zu gesundheitlich bedenklichen Stoffkonzentrationen in der Raumluft kommt."

Bewertungssystem orientiert sich an Verfahren aus Deutschland und Frankreich

Ein einheitliches Bewertungssystem wurde nun von der Arbeitsgruppe EU-LCI entwickelt, an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg mitgewirkt haben. Das Bewertungssystem regelt, wie Emissionsdaten erfasst und ausgewertet werden sollen. Die Bewertungen des Systems basieren auf der so genannten "LCI", der "lowest concentration of interest". Der LCI beschreibt den Emissionswert, ab der eine Substanz bei langfristiger Exposition Einfluss auf Personen im Innenraum haben könnte.

Das neue Verfahren ermöglicht den Herstellern von Baumaterialien eine genauere Einhaltung der Produktionsvorschriften und den Kontrollbehörden eine bessere Kontrolle. Bislang wurden die Grenzwerte durch einige national entwickelte und deshalb unterschiedliche Verfahren erfasst. "Das neue Verfahren erlaubt jetzt eine EU-weite Harmonisierung der Bewertung", sagt Prof. Mersch-Sundermann. Außerdem kann das Verfahren künftig auch für die Produktkennzeichnung genutzt werden, um den potenziellen Einfluss von Produkten auf die Raumluftqualität zu bewerten. Das EU-LCI-Verfahren und die Ableitung der vorgeschlagenen Richtwerte ist seit kurzem online dokumentiert unter: www.eu-lci.org.



Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


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