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Das seit Mitte August geltende Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung ist nach Einschätzung des Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes "Pro Generika", Bork Bretthauer, keine Hilfe zum Abbau von Versorgungsengpässen bei Medikamenten. "Notwendig wäre, dass Krankenkassen für eine bestimmte Arznei mit mehreren Herstellern Rabattverträge abschließen müssen, anstatt es nur bei einem zu belassen. Wird es bei dem eng, könnten die anderen einspringen. Aber dazu wurden die Kassen nicht verpflichtet", sagte Bretthauer der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Womöglich ist die Zeit der "Alles-unter-einem Dach"-Häuser einfach vorbei.
Foto: Magnussen, Friedrich (1914-1987) - Stadtarchiv Kiel / CC BY-SA 3.0 DE (via Wikimedia Commons)

Die Zeit der Warenhäuser ist vorbei

Bei den Engpässen handele es sich um wichtige Schmerzmittel, aber auch um Medikamente gegen Bluthochdruck und Krebs. In einigen Fällen fehlten Narkosemittel, daher mussten Operationen verschoben werden, erläuterte der Verbandsfunktionär.

Das Problem bestehe darin, dass die Grundversorgung mit Generika, die sich ohnehin bereits auf dem "denkbar niedrigsten Preisniveau" befinde, unterfinanziert sei, meinte Bretthauer. So hätten die politisch verordneten Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Herstellern zwar zu den gewünschten Einsparungen geführt, "aber eben auch zu der Nebenwirkung, dass sich die Herstellung mancher Präparate nicht mehr rechnet". In der Folge würden Unternehmen die Wirkstoffe zum Beispiel in Asien kaufen statt in Europa, wodurch die Lieferketten störungsanfälliger geworden seien, sagte Bretthauer.



Quelle: ots/Saarbrücker Zeitung
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