#zeitfokus.

Foto: StartupStockPhotos / CC0 via Pixabay
 1-2 Minuten Lesezeit  286 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Die Arbeitswelt wird digitaler und komplexer. Das führt aber keineswegs zu einem Mehrbedarf an akademischen Theoretikern. Gefragt ist vielmehr eine intensivere Kooperation von beruflich Ausgebildeten und Hochschulabsolventen.

Angela Merkel
Foto: Gerd Altmann / CC0 (via Pixabay)

Das große Elend Koalition

Die wachsende Bedeutung von Teams ist der stärkste Trend der neuen Arbeitswelt 4.0. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft unter 303 Unternehmen in Deutschland. Demnach müssen Manager, Entwickler und Mitarbeiter auf operativen Ebenen künftig noch enger zusammenarbeiten.

Neue Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Interaktion im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung werden neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen und Routinetätigkeiten ersetzen. Dazu zählen nach Angaben der Unternehmen nicht nur manuelle Tätigkeiten, sondern auch administrative Aufgaben. Tätigkeiten in akademischen Berufen werden nach Ansicht der Befragten auch künftig nicht vollständig automatisiert, sondern durch digitale Technologien wie Programme zur Analyse großer Datenmengen oder digitale Recherchetools angereichert.

Beruflich Ausgebildete sollen ihre analytischen Kompetenzen und Akademiker ihr Anwendungswissen stärken. Im Lebenslauf von akademischen Berufseinsteigern wird in Zukunft vor allem Praxiserfahrung immer bedeutsamer. Eine Berufsausbildung zählt für über die Hälfte der Unternehmen zum künftigen Kompetenzprofil eines Akademikers, der Masterabschluss nach dem Bachelor dagegen für ein Drittel der Befragten.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Hochschulausbildung in Deutschland verändern muss. Neben dem Umgang mit digitalen Anwendungen müssen die Hochschulen die statistische Analyse großer Datenmengen sowie die kritische Beurteilung der Ergebnisse lehren. Konzeption, Kontrolle und Bewertung von automatisierten Analysen erfordern aber immer auch die Rückkopplung zur sozialen Realität des Unternehmens und seiner Umgebung – deswegen werden den Unternehmen Teams auch immer wichtiger.

Für die Hochschulen gilt es, duale Studiengänge, in denen sich praktische Phasen im Unternehmen mit Theorieanteilen in der Hochschule abwechseln, noch weiter auszubauen. Unternehmen sollten zudem ihren beruflich ausgebildeten Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich auch in der Theorie fortzubilden.



Quelle: IW Köln


#mehrGesellschaft
Mahnwache in Hannover gegen Antisemitismus nach dem Anschlag in Halle, 10. Oktober 2019
Foto: Bernd Schwabe in Hannover / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Corona-Krise kann zu Ressentiments führen

Der Zentralrat der Juden hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer Welle von Ressentiments gegen Minderheiten führen kann. Präsident Josef Schuster sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung"...
Europaabgeordnete Erik Marquardt (Grüne)
Foto: GUE/NGL - F70A8497 / CC BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)

Erik Marquardt über Flüchtlingspolitik in Corona-Zeiten

Der Europaabgeordnete Erik Marquardt (Grüne) kritisiert die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung scharf. In der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" warnte er vor einem...
Sigmar Gabriel
Foto: Martin Kraft / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

SPD verspielt mit der Infragestellung der nuklearen Teilhabe Vertrauen in ihre Regierungsfähigkeit

Der ehemalige Vorsitzende der SPD, Außenminister a.D. und Vorsitzende der Atlantikbrücke, Sigmar Gabriel, warnt seine eigene Partei, sie verspiele das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, wenn sie...
Josef Schuster
Foto: Freud / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Josef Schuster: "Bin nicht überzeugt, dass die Deutschen es verstanden haben"

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Zweifel daran geäußert, dass die Deutschen hinreichende Lehren aus der...
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Eugene Chystiakov

Friseure und Verkäufer verdienen am wenigsten

Friseure, Kosmetiker und Verkäufer verdienen im Vergleich zu anderen Berufen am wenigsten. Das mittlere Bruttoeinkommen von Friseuren lag im Jahr 2018 bei 1637 Euro monatlich, geht aus der Antwort...
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Engin Akyurt

Aus dem Soli wird die Corona-Abgabe

Es geht um gewaltige Zahlen. Über eine Billion Euro haben Bund und Länder zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise in Aussicht gestellt. Allein in diesem Jahr hat der Bundestag schon einen...
Wenn der Staat direkt und auch wirksam helfen will, dann könnte er doch seine eigenen Fuhrparks bei Verwaltung, Polizei etc. gezielt erneuern.
Foto: Pablo Martinez

Der Staat wird das Füllhorn für Autokäufe ausschütten

Was ist da nur geschehen? Da fordert die deutsche Automobilindustrie in bewährter Manier staatliche Hilfen, um den Absatz seiner Karossen zu fördern. Doch anstatt sofort und großzügig, wie früher...
Back To Top