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Unser gegenwärtiges Bildungssystem kann die Aufgaben des digitalen Wandels nicht bewältigen. Das sagte der Zukunftsforscher Ayad Al-Ani in einem im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Es müsse dringend umgestaltet werden.

Beim Netto-Vergleich liegen die Altersbezüge der freien Berufe aber noch immer 1,8-mal so hoch wie die durchschnittliche gesetzliche Rente.
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Renten aus Versorgungswerken doppelt so hoch wie gesetzliche Renten

Oberstes Ziel sei es bisher ja gewesen, die Menschen möglichst früh für einen existierenden Job fit zu machen, betonte Al-Ani anlässlich der Eröffnung der Bildungsmesse Didacta in Hannover. "Wir stehen heute aber vor der Herausforderung, in einem recht kurzen Zeitraum möglichst breite Bevölkerungsschichten - auch die Arbeitstätigen - mit neuen Fähigkeiten auszustatten und ganz neue Berufsbilder zu unterstützen." An die Stelle des bisher üblichen standardisierten Lehrplans müssten individuelle Lernpfade treten, die sich aus der klassische Schul-/Hochschulbildung und digitalen Lernkomponenten zusammensetzten, sagte der Forscher am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG).

Den im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vereinbarten Aufbau einer nationalen Bildungsplattform begrüßte er ausdrücklich. Dort könnten sich nicht nur Communities von Interessierten bilden und Arbeitsämter die Inhalte für Bildungsmaßnahmen im Kontext offener Jobs verknüpfen, sagte Al-Ani. "Auch nationale, regionale oder unternehmensspezifische Bildungsinitiativen könnten hier quasi auf Knopfdruck umgesetzt werden." Allerdings brauchten Plattformen Größe, meint der Experte. Global betrachtet sei der deutsche Bildungsmarkt aber nicht sehr groß. Er empfiehlt deshalb, eine internationale Strategie und Vernetzung der Plattform anzustreben.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


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