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Gleichberechtigung

Vorstandsmitglieder: Deutschland hinkt bei Gleichberechtigung international hinterher

Deutschland hinkt bei der Gleichberechtigung im internationalen Vergleich hinterher - das beklagen weibliche Vorstandsmitglieder börsennotierter deutscher Konzerne im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstagausgabe).

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Arbeit.
In einer diverseren Welt würden wir das, was wir in der Welt gerade von Autokraten erleben, so nicht sehen.
In einer diverseren Welt würden wir das, was wir in der Welt gerade von Autokraten erleben, so nicht sehen.
Foto: Marina Bridger

Deutschland hinkt bei der Gleichberechtigung im internationalen Vergleich hinterher - das beklagen weibliche Vorstandsmitglieder börsennotierter deutscher Konzerne im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstagausgabe).

"Ich war sehr überrascht, dass die Frage, ob eine Mutter wieder in den Beruf einsteigt, hierzulande häufig davon abhängt, ob sie einen Kita-Platz bekommt", sagte Sarena Lin, Vorstandsmitglied beim Agrar- und Pharmakonzern Bayer. In den USA sei das kein Problem, in Asien gebe es dagegen sehr viel familiäre Unterstützung. "Die Betreuungsfrage hindert eine Frau dort nicht an ihrem Karriereweg - anders als hier in Deutschland, wo das ein echtes Problem zu sein scheint. Da, wo wir in Deutschland heute stehen, waren wir in den USA schon vor zwanzig Jahren." Lin ist gebürtige Taiwanesin und hat lange in den USA gelebt.

"Was die Vielfalt in der Belegschaft angeht, hinkt Deutschland etwas hinterher, das belegen auch die Zahlen", sagte Covestro-Vorstandsmitglied Sucheta Govil. Sie verwies zudem auf Probleme im privaten Umfeld: "Wenn junge Mütter ihre Kinder in die Tagespflege geben, um wieder arbeiten zu können, werden sie dafür verurteilt."

Lanxess-Vorstandsmitglied Stephanie Coßmann betonte derweil, dass es wichtig sei, den Weltfrauentag auch in Krisenzeiten wie diesen zu begehen: "Denn wenn wir auf politischer Ebene anders unterwegs wären, wäre die derzeitige Situation auch eine andere. In einer diverseren Welt würden wir das, was wir in der Welt gerade von Autokraten erleben, so nicht sehen."

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Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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