Fakt ist, dass der Einsatz von Politik, Gewerkschaften und nicht zuletzt engagierten Bürgern in den vergangenen Jahren zu Verbesserungen geführt hat - oft im Dialog mit den Unternehmen.
Fakt ist, dass der Einsatz von Politik, Gewerkschaften und nicht zuletzt engagierten Bürgern in den vergangenen Jahren zu Verbesserungen geführt hat - oft im Dialog mit den Unternehmen. Foto: Jai79 / CC0 (via Pixabay)
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Natürlich mögen die Lebensumstände vieler ausländischer Werkvertragsarbeiter hierzulande beklagenswert sein. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn das System der über Subunternehmen angeheuerten Wanderarbeiter gar nicht nötig wäre. Aber statt bei einem jahrelang tolerierten Problem plötzlich in populistischen Aktionismus zu verfallen, wäre die Politik gut beraten, der Realität ins Auge zu sehen und strukturiert anstatt mit Schnellschüssen vorzugehen. Neue Unterkünfte etwa entstehen ja nicht über Nacht.

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Dass in der hiesigen Fleisch-, aber auch in der Logistikbranche tausende Arbeiter vor allem aus Osteuropa schuften, liegt vor allem darin begründet, dass am deutschen Arbeitsmarkt bislang gar nicht genügend gewillte oder geeignete Kräfte zu finden waren. Die Alternative dazu, dass ausländische Arbeiter unter relativ guten Bedingungen und hohen Hygienestandards hierzulande arbeiten, wäre eine Verlagerung der Jobs in deren Herkunftsländer. Mit allen Konsequenzen - Tier- und Fleischtransporte über tausende Kilometer inklusive.

Fakt ist, dass der Einsatz von Politik, Gewerkschaften und nicht zuletzt engagierten Bürgern in den vergangenen Jahren zu Verbesserungen geführt hat - oft im Dialog mit den Unternehmen. Das bestätigen auch Behörden vor Ort. Die ausländischen Werkvertragler sind inzwischen in den deutschen Sozialkassen versichert - ein wichtiger Schritt. Der Gesetzgeber hat es selbst in der Hand, Grundlagen für faire Löhne, Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Nur muss deren Einhaltung konsequent kontrolliert werden. Dann können schwarze Schafe auch bestraft werden.

Quelle: ots/Westfalen-Blatt
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