Freitag, 27 Nov 2020
Nach massiven Corona-Ausbrüchen unter Arbeitern hat das Bundeskabinett schärfere Auflagen für die Fleischindustrie beschlossen.
Nach massiven Corona-Ausbrüchen unter Arbeitern hat das Bundeskabinett schärfere Auflagen für die Fleischindustrie beschlossen. Foto: Jai79 / CC0 de (via Pixabay)
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Die Linken im Bundestag fordern schärfere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie über die Beschlüsse der Bundesregierung hinaus. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Das, was die Bundesregierung bei der Fleischindustrie unternimmt, geht in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus. 'Aufräumen' muss heißen, die gnadenlose Ausbeutung der Arbeiter zu beenden."

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Corona bringt Gesundheitsämter an die Belastungsgrenze

Dafür braucht es nach den Worten von Bartsch "einen Mindestlohn von 12 Euro, lückenlose Kontrollen und spürbare Strafen bei Verstößen". Er forderte: "Wir müssen die teils perversen Strukturen ändern und nicht zuerst eine spalterische Preisdebatte führen. Auch teure Luxusmode hat höchste Preise, aber oft mieseste Löhne und Arbeitsbedingungen, zum Beispiel in Bangladesch."

Nach massiven Corona-Ausbrüchen unter Arbeitern hat das Bundeskabinett schärfere Auflagen für die Fleischindustrie beschlossen. Das Schlachten und die Verarbeitung des Fleisches in den Betrieben dürfen demnach vom kommenden Jahr an nur noch von eigenen Beschäftigten erledigt werden. "Werksvertragsgestaltung und Arbeitnehmerüberlassung sind damit ab 1. Januar 2021 nicht mehr möglich", so Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Damit soll erreicht werden, dass Fleischfabriken die Verantwortung für Niedrigstlöhne und menschenunwürdige Unterbringung nicht länger von sich weisen können. Bisher sind viele Arbeiter bei Subunternehmen beschäftigt.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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