Ein Job in systemrelevanten Bereichen ist bislang noch maßgeblich für den Zugang zur Kita-Notbetreuung während der Corona-Epidemie.
Ein Job in systemrelevanten Bereichen ist bislang noch maßgeblich für den Zugang zur Kita-Notbetreuung während der Corona-Epidemie. Foto: Luke Jones
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Mehr als 450.000 Alleinerziehende arbeiten in sogenannten systemrelevanten Bereichen, also Wirtschaftssektoren, die auch in Krisenzeiten unbedingt aufrechterhalten werden müssen. Allein im Gesundheitswesen sind es 179.000. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Links-Fraktion angefragt hat und die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegen.

Der sonst so nüchternen Kanzlerin war der Kragen geplatzt wegen der Sturköpfigkeit manch eines Landesoberhaupts.
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117.000 Alleinerziehende arbeiten demnach in der öffentlichen Verwaltung, 50.000 im Lebensmittel-Einzelhandel, 36.000 im Bereich der Finanzdienstleistungen und Versicherungen und 30.000 in der Lagerlogistik.

Ein Job in systemrelevanten Bereichen ist bislang noch maßgeblich für den Zugang zur Kita-Notbetreuung während der Corona-Epidemie. Insgesamt sind rund 1,78 Millionen Alleinerziehende erwerbstätig, darunter fast 1,5 Millionen Mütter, heißt es in der Statistik.

"Es ist gut, dass Alleinerziehenden und anderen Eltern, die in kritischen Infrastrukturen arbeiten, eine Notbetreuung zur Verfügung steht", sagte die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann der NOZ. "Doch es braucht für alle 1,8 Millionen berufstätigen Alleinerziehenden eine Lösung, damit sie ohne finanzielle Einbußen die Betreuung ihrer Kinder sichern können."

Bund und Länder bereiten derzeit die Ausweitung der Notbetreuung auf alle Alleinerziehenden aus. Das sei "sinnvoll", sagte Zimmermann, reiche aber nicht: "Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass Alleinerziehende auch vor Corona berufstätig waren und danach weiterhin sein werden. Deshalb braucht es künftig einerseits ein flächendeckendes Betreuungsangebot für Randzeiten und andererseits deutlich strengere Regelungen für Wochenend- und Nachtarbeit, damit diese Betreuung möglichst selten erforderlich wird."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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