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Dienstag, 02 Jun 2020
Das US-amerikanische Unternehmen mit Geheimdienstkontakten soll mehreren europäischen Regierungen - darunter auch die deutsche - Softwaretools zur Eingrenzung der Corona-Pandemie angeboten haben.
Foto: Andrea Silenzi / CC BY 2.0 (via Flickr)

Kritik an Intransparenz der Bundesregierung im Umgang mit US-Konzern Palantir

Düsseldorf (ots) - Die Corona-Pandemie hat dramatische Folgen für viele Handelsunternehmen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag) vorliegt. Demnach sieht sich trotz erster Lockerungsmaßnahmen jeder zehnte Einzelhändler aktuell von einer Insolvenz bedroht. Auch sechs Prozent der Großhändler stehen eigenen Angaben zufolge kurz vor der Pleite. Die größten Probleme für die Unternehmen sind die eingebrochene Nachfrage und damit geringere Umsätze bei gleichbleibend hohen Kosten. Von den Anfang Mai befragten 10.000 Unternehmen gaben knapp 40 Prozent an, ihre Investitionspläne für das laufende Jahr zu kürzen. Und knapp jeder dritte Betrieb beklagt massive Liquiditätsengpässe. "Dieses Ergebnis ist erschreckend", sagte Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung. "Denn um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen, brauchen die Betriebe finanzielle Beinfreiheit." Nur so könnten sie ihr Geschäft, angepasst an Pandemie-Bedingungen, wieder hochfahren. "Deshalb wäre ein umfassendes Entlastungspaket für die Unternehmen das richtige Rezept aus der Krise", sagte Nothnagel. Immerhin: Rund die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet mit einer Normalisierung des Geschäfts noch in diesem Jahr. 78 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzrückgang, bei einer Umfrage im März waren es noch 82 Prozent. Zugleich gab nun ein knappes Drittel der Einzelhändler und 27 Prozent der Großhändler an, so stark von der Krise betroffen zu sein, dass sie Personal abbauen müssen.

Quelle: ots/Rheinische Post
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