Freitag, 10 Jul 2020
Peking argumentiert, dass nur das Sicherheitsgesetz in der Lage ist, wieder Ordnung und Ruhe in der Sonderverwaltungszone zu schaffen.
Foto: Studio Incendo / CC BY 2.0 (via Flickr)

Knautschzone

Berlin (ots) - Auf dem Dach eines Gebäudes der Firma Tönnies steht ein Schild. Es zeigt gemalte glückliche Kühe und ein glückliches Schwein, dessen Schwanz sich als Herz ringelt. Damit könnte der Kommentar zu Ende sein.

Die Missstände in der Fleischindustrie sind nicht erst seit Corona offenbar. Die Folgen massenhaften Fleischkonsums und der Fleischproduktion für das Klima (z. B. durch Sojaanbau im früheren Regenwald), die Umwelt (Nitrat im Trinkwasser) und sowohl direkt als auch indirekt für die Gesundheit (Antibiotika als Zutat) auch. Auf der Seite für das Fleischessen steht nur das Argument: Es schmeckt. Alles tausendmal durchgekaut; soll, kann und muss jeder mit sich selbst ausmachen. Der Mensch kann die größten Dissonanzen und Widersprüche aushalten - zum Beispiel so ein Schild und die realen Zustände in Ställen und Schlachthöfen.

Was aber niemand wirklich gern haben kann, ist, verarscht zu werden. Nicht übertölpelt, nicht überlistet, nicht ausgetrickst - so richtig dummdreist verarscht. Wer bei so einem Schild auf einem Schlachthof die Aussagen von Vertretern der Fleischindustrie, nun zu massenhaften Coronaausbrüchen, noch ernst nimmt - dem kann man auch erzählen, dass es sich bei Schlachthöfen in Wirklichkeit um Tierkliniken handelt: Nicht ein einziges von Milliarden Tieren war nach der Behandlung dort noch krank.

Quelle: ots/neues deutschland
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