Mittwoch, 08 Jul 2020
Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko.
Foto: Carola68 / CC0 (via Pixabay)

Viel Aufwand für wenige Schultage

Bielefeld (ots) - Pete Ricketts zog alle Register. Im Fernsehen warb der Gouverneur von Nebraska so leidenschaftlich für den Erhalt der Todesstrafe, dass man meinen konnte, die Welt geht unter, wenn es anders kommt. Es ist anders gekommen. Und Nebraska geht es bestens. Das Parlament des US-Bundesstaates, Demokraten wie Republikaner gemeinsam, hat das Töten von Staats wegen verboten und durch lebenslange Haft ersetzt. Damit ist die Zahl der US-Bundesstaaten, die Kapitalverbrechern nicht mehr das Leben nehmen, auf 19 gestiegen. In 31 Staaten hat die "death penalty" weiter Bestand. Nebraska bringt die Betonköpfe in vielen Hauptstädten in Argumentationsnöte. Dort wird ignoriert, was Allgemeingut sein müsste: Die Todesstrafe schreckt nicht ab. Sie mehrt auch nicht das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Sie ist für den Staat teuer, weil der Berufungsmarathon vieler Todeskandidaten oft 15 Jahre und mehr dauert. Nebraska wollte davor nicht länger die Augen verschließen.



Quelle: Neue Westfälische


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