Der Sozialverbands-Präsident wirft der Bundesregierung vor, nicht rechtzeitig erkannt zu haben, dass ärmere Menschen stärker von der Pandemie betroffen sind.
Foto: Jordan Whitt

Mitte der Gesellschaft rutscht in Armut ab

Köln (ots) - Der Münchner Kardinal Marx verzichtet auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, reagiert der Münchner Erzbischof damit auf massive Kritik von Missbrauchsopfern. Die Ehrung war für diesen Freitag geplant. Vom Erzbistum und vom Bundespräsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Unter anderen hatte sich der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gewandt und gefordert, die Ehrung vorerst nicht vorzunehmen. Der Vorwurf der Vertuschung sei bei Marx "noch längst nicht ausgeräumt", verschiedene Untersuchungen dazu seien noch nicht abgeschlossen, so der Beirat, der von Kardinal Rainer Woelki berufen wurde und im Erzbistum die Opfer sexuellen Missbrauchs vertritt. Für Betroffene sei die Ehrung kaum zu ertragen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
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