Donnerstag, 06 Aug 2020
"Ich fürchte die Signalwirkung für Funktionäre vom Schlage des zurückgetretenen Schalker Aufsichtsrats-Chefs Tönnies, die eigentlich über große Vermögen verfügen, aber im Notfall mit dem Klingelbeutel vor der Politik stehen."
Foto: Rosa Luxemburg-Stiftung / CC BY 2.0 (via Flickr)

Kevin Kühnert gegen NRW-Landesbürgschaft für Schalke 04

Berlin (ots) - Der Wandel stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Dass viele Chancen auch Gefahren bergen, wurde in dieser Woche durch einen schrecklichen Vorfall in Brandenburg deutlich. Eine junge Frau verbrannte in ihrem Elektroauto. Die Batterie hatte nach einem Unfall Feuer gefangen. Aufgrund anhaltender chemischer Reaktionen in der Zelle gelang über Stunden nicht, die Flammen zu löschen. Die Einsatzkräfte seien dafür weder ausreichend ausgerüstet noch ausgebildet, beklagte der zuständige Feuerwehrführer. Dabei ist kaum etwas für die Sicherheit so wichtig wie eine gut aufgestellte Feuerwehr, die schnell und adäquat auf Katastrophen reagieren kann, um gegebenenfalls Schlimmeres zu verhindern. Berlin ist dabei auf dem richtigen Weg. Seit Jahren wird kontinuierlich in eine bessere und modernere technische Ausstattung investiert: neue Fahrzeuge, neue Systeme und seit Donnerstag auch Kameradrohnen. Keine Spielerei, sondern im entscheidenden Moment überlebenswichtig. Denn sie tun etwas, was Landesbranddirektor Karsten Homrighausen mit den schönen Worten "Vordringen in die vierte Dimension" umschrieb: Sie schaffen schnell eine Übersicht und sparen im Einsatz Zeit. Der Berliner Senat muss diesen Weg konsequent weitergehen. Dass in Zeiten der Corona-Krise mit ihren vielen teuren Begleiterscheinungen an einigen Stellen der Rotstift angesetzt wird, ist verständlich. Bei der Feuerwehr, aber auch bei der Polizei darf es jedoch nicht geschehen. Und was nutzt all die neue Technik, wenn sie keiner bedient? Es braucht mehr Personal. Da die Anzahl arbeitsloser Feuerwehrleute auf dem Markt überschaubar ist, muss kontinuierlich Nachwuchs herangezogen werden. Also gilt es auch, die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen weiter zu verbessern. Denn Menschen und Maschinen machen eine moderne Großstadtfeuerwehr aus.

Quelle: ots/Berliner Morgenpost
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