Donnerstag, 06 Aug 2020
Die Aufträge bleiben aus, die Lieferketten sind unterbrochen, jedes siebte Unternehmen erwartet aktuell Geldengpässe.

Industrie bleibt im Abwärtsstrudel

Mainz (ots) - In den ersten Lebensjahren sind acht fieberhafte Infekte für ein Kind pro Jahr normal. Dass Kinder daher vor allem im Herbst und Winter immer wieder zu Hause bleiben müssen, war auch bisher für Eltern, die arbeiten gehen, oft ein echtes Problem. Die Corona-Pandemie verschärft nun die Situation. Vermehrtes Husten oder laufende Schnupfennasen werden derzeit mit ganz anderen Augen gesehen - und sorgen bereits jetzt für große Verunsicherung. Wie soll das alles dann erst im Herbst weitergehen, wenn sich zu der Sorge um steigende Corona-Zahlen noch die normalen Erkältungen einstellen? Klare Richtlinien mit Augenmaß würden hier in jedem Fall helfen. Rheinland-Pfalz arbeitet bereits daran, in Hessen gibt es derweil noch Klärungsbedarf. Die Regelung, dass ein Kindergartenkind auch dann immer zu Hause bleiben soll, wenn ein Geschwisterkind oder die Eltern erkältet sind, wird auf Dauer auch in Hessen nicht zu halten sein. Darüber hinaus sind weitere Fragen zu klären: Etwa für die Eltern selbst, die noch mehr überlegen müssen als bisher, ob ihr Kind, das sich unpässlich fühlt, wirklich in Kita und Schule gehen kann. Für die Gesundheitsexperten, die klären müssen, in welchen Fällen auch bei Kindern fortan tatsächlich getestet werden soll - und ob die Kapazitäten dafür ausreichend sind. Und für die Politik, die beantworten muss, wie Eltern noch mehr zusätzliche Betreuung im zweiten Halbjahr leisten können. Bei aller Eigenverantwortung für seine Kinder darf es nämlich nicht sein, dass die Eltern ab Oktober zwischen Kita, Kinderarzt und Job zerrieben werden.



Quelle: ots/Allgemeine Zeitung Mainz
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