Herbert Reul
Herbert Reul Foto: Superbass / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)
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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat der AfD eine gezielte Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas vorgeworfen. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Montagausgabe) sagte Reul, die AfD habe "mit ihrer Sprache und mit ihren Aktionen eine gefährliche Stimmung angeheizt". In der Partei gebe es zwei Gruppen, sagte Reul: "Die eine versucht, gemäßigt zu sein oder sich zumindest so zu geben; die andere, die radikale, bestimmt aber den Ton." Ihm sei "schleierhaft, warum sich die AfD nicht längst von den Höckes getrennt hat".

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Beamte im Corona-Modus

Reul verwies auf den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten. "Mit dem Fall Walter Lübcke gab es gerade den ersten politisch motivierten Mord von rechts an einem Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg." Das sei "ein neues Phänomen". Rechter Terror sei dagegen "kein neues Phänomen", erklärte Reul: "Der NSU (der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund, Anm. d. Red.) ist jahrelang mordend durch Deutschland gezogen."

Der CDU-Politiker unterschied gegenüber dem Blatt zwischen gewalttätigen Straftaten von links und rechts. "Politisch motivierte Gewalt von links und rechts sollten nicht gegeneinander aufgerechnet werden", sagte Reul. Solche Gegenüberstellungen seien "völliger Quatsch". Es gehe "um die Qualität der Gewalt - und die hat im rechtsradikalen Milieu zuletzt zugenommen".



Quelle: ots/Neue Westfälische
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