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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plädierte vor Wochen für einen späteren Rentenbeginn in Deutschland. Jetzt legt das Institut der deutschen Wirtschaft nach, fordert die Rente mit 73.

Es brauche nun "klare Kriterien dafür, wann für wen die Freiheit zurückkehren kann", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.
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Zwar ist es richtig, dass die Menschen immer älter werden und damit immer länger Rente beziehen. Wer aber die Rente mit 73 einführen will, wird die Gesellschaft weiter spalten und die Schwachen bestrafen. Denn nur gut verdienende Arbeitnehmer, die sich nicht viele Jahre lang mit Teilzeitjobs über Wasser halten müssen, werden sich einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben leisten können. Die Heraufsetzung des Rentenalters wird vor allem schlecht bezahlte Berufsgruppen treffen, denen die Arbeit in diesem Alter nicht mehr zumutbar ist - wie Bauarbeiter und Dachdecker. Und es sind gerade diese Berufsgruppen - darunter viele Frauen - , die keinen Euro für die private Altersvorsorge übrig haben, um das sinkende Rentenniveau anzuheben. Die Alterung der Gesellschaft fordert auch angesichts der Nullzinspolitik der EZB neue Konzepte für die langfristige Sicherung der gesetzlichen Rente. Doch die überfällige Rentenreform hat die Große Koalition nicht angepackt. Stattdessen hat sie Geschenke verteilt und pauschal für jeden die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren ab 63 eingeführt.



Quelle: ots/Neue Westfälische / Neue Rhein Zeitung


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