Sonntag, 09 Aug 2020
Foto: Universität Bremen
 2-3 Minuten Lesezeit  406 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit trotz drohendem Brexit: Die Universität Bremen und die walisische Cardiff University gehen eine strategische Partnerschaft ein - die "Bremen-Cardiff Alliance". Die Kooperationsverträge werden am 8. März in Bremen und am 25. März in Cardiff von Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter und Vice-Chancellor Professor Colin Riordan unterzeichnet. Ziel ist es, die Entwicklung gemeinsamer Forschungsaktivitäten und die institutionelle Zusammenarbeit zu fördern.

Der US-Präsident ist Ausdruck einer extrem gespaltenen Gesellschaft.
Foto: The White House / Public Domain (via Flickr)

USA befinden sich im "Kalten Bürgerkrieg"

Die Partnerschaft spiegelt die gemeinsamen und sich ergänzenden Stärken und strategischen Prioritäten beider Universitäten wider. Einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ausgewählten Bereichen werden dauerhaft an der jeweils anderen Universität affiliiert, viele weitere werden den Austausch für kürzere Zeit suchen. Rektor Bernd Scholz-Reiter: "Mit der ,Bremen-Cardiff Alliance' erleichtern wir die Kooperation und den Austausch unter unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Durch unsere Kooperation mit einer britischen Universität setzen wir auch dem Brexit und der wachsenden Abschottung in Europa Austausch und Vernetzung entgegen."

"Offenheit in Zukunft aktiv pflegen"

Wissenschaftssenatorin Professorin Eva Quante-Brandt freut sich darüber, dass "Cardiff und Bremen enger zusammenrücken". Man wolle ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit der beiden Universitäten aufschlagen. "Bremen ist für seine Weltoffenheit und seine proeuropäische Haltung bekannt. Und wir wollen diese Offenheit auch in Zukunft weiter aktiv pflegen", so die Senatorin.

Die Kooperation Bremen-Cardiff soll zum einen die Forschungszusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten stärken und zum anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen, neue Forschungs- und Förderbereiche zu erschließen. Forscherinnen und Forscher aus Cardiff sollen die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit Bremer Partnern Anträge zu stellen und drittmittelfinanzierte Projekte durchzuführen. Gleiches gilt für Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Cardiff.

Gemeinsam forschen

Die Forschenden tragen am je anderen Standort Forschungsinitiativen mit, betreuen Promotionsprojekte, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und anleiten und unterscheiden sich in all dem nicht von den jeweils Ortsansässigen. Diese enge Form der Zusammenarbeit unterscheidet die "Bremen-Cardiff Alliance" von anderen Kooperationsinitiativen, die im Wesentlichen durch gemeinsame Projekte zwischen zwei Universitäten definiert sind. Die "Bremen-Cardiff Alliance" wird offen für die Zusammenarbeit in allen Disziplinen sein. Die ersten Schwerpunkte liegen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften, den Meereswissenschaften sowie der Literatur-, Sozial- und Geschichtswissenschaft. Weitere Schwerpunkte wie etwa die Physik können bald hinzukommen.

Mit der Partnerschaftsvereinbarung können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Personal aus Technik und Verwaltung viel einfacher an den anderen Standort reisen, gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und sich so neue Forschungs- bzw. Arbeitszusammenhänge erschließen - ein entsprechender Fonds macht diese Mobilität möglich.

Weitere Informationen:

www.uni-bremen.de/kooperationen/hochschulkooperationen/internationale-partner/
www.uni-bremen.de



Quelle: ots/Universität Bremen
#mehrMagazin
Im Zweifel nie den konkreten Wortlaut veröffentlichen, sondern nur den Umstand der Anfrage und gegebenenfalls ein herausgehobenes Zitat.
Foto: Glenn Carstens-Peters

DJV warnt vor Veröffentlichung von Rechercheanfragen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat davor gewarnt, dem Beispiel des Charité-Virologen Christian Drosten zu folgen und kritische Rechercheanfragen eigenständig zu veröffentlichen. Der...
Es wird höchste Zeit, dass die Streamingdienste rechtsextreme Musik aus ihrem Angebot nehmen.
Foto: Charles Deluvio

Rechtsextreme Musik bei Streamingdiensten

Musik-Streaminganbieter wie Spotify, Apple oder Amazon haben Bands im Angebot, die der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft. Das bestätigte die Behörde auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker...
Es gibt in dem Museum auch Bilder des nationalsozialistischen Malers Wilhelm Emil "Elk" Eber
Foto: Alois Schiesser / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)

Bei Karl May geht es um einen Kulturkampf

Was wird aus dem Karl-May-Museum in Radebeul bei Dresden? Seit dem plötzlichen Rücktritt seines Direktors Martin Wacker im Mai wird um den Kurs des Hauses gestritten. Zugleich geht es um mehr. Das...
Rezos Video taugt als Unterrichtseinheit für jede Journalistenschule.
Foto: Rewinside / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Blaue Haare und gute Argumente

Es lassen sich viele Gründe finden, Rezos jüngsten massenhaft geklickten Youtube-Beitrag nicht ernstzunehmen. Aber sie sind allesamt falsch. Ja, er hat im Europawahlkampf vor einem Jahr mit seinem...
Wenn die angezeigten Bewertungen gar nicht von echten Nutzern stammen, inhaltlich beeinflusst sind oder durch die Portale verzerrend gefiltert werden, können Verbraucher getäuscht.
Foto: Julie McMurry

Unseriöse Nutzerbewertungen: Bundeskartellamt fordert mehr Verantwortung der Internetportale

Das Bundeskartellamt fordert von Internetportalen, dass sie mehr Verantwortung für die von ihnen dargestellten Nutzerbewertungen übernehmen. Das ist das vorläufige Ergebnis einer Sektoruntersuchung...
Valie Export schätzt in diesem Zusammenhang vor allem die #MeToo-Bewegung als verdienstvoll ein.
Foto: Manfred Werner / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Corona-Krise zeigt Benachteiligung der Frauen

Männer und Frauen sind noch immer nicht wirklich gleichberechtigt. Das moniert die österreichische Künstlerin Valie Export. "Die Frauen sind sicher inzwischen freier geworden, auch fordernder und...
Die Reiselust scheint den Bundesbürgern trotz allem erstmal nicht grundlegend abhanden gekommen zu sein.
Foto: Michael Siebert

Die Reise geht ins nahe Woanders

Hurra, es kann wieder losgehen. Mallorca hat die ersten Fuhren deutscher Urlauber empfangen. Wir können allmählich zurück ans Meer, an warme Strände. Das beschränkt sich noch weitgehend auf Europa,...
Back To Top