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Wolfgang Bosbach will keinen Wahlkampf mehr für die CDU machen - "Das war's dann" - Reaktion auf Kritik an Auftritt mit Hans-Georg Maaßen

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach beendet die Unterstützung für Wahlkämpfe seiner Partei. Er reagiert damit auf die Kritik an einem Auftritt mit dem ehemaligen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen, der sich in Thüringen um ein CDU-Direktmandat für den Bundestag bewirbt. "Ich mache 49 Jahre Politik und habe mir im angeblichen Land der Dichter und Denker nicht vorstellen können, welches Ausmaß an Hetze es gibt", sagte Bosbach in seinem Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND).

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Es sei dies der letzte Wahlkampf, den er für die CDU bestreiten werde. "Meine Verpflichtungen werde ich selbstverständlich einhalten, aber das war's dann!"
Foto: Sven Teschke / CC BY-SA 3.0 DE (via Wikimedia Commons)

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach beendet die Unterstützung für Wahlkämpfe seiner Partei. Er reagiert damit auf die Kritik an einem Auftritt mit dem ehemaligen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen, der sich in Thüringen um ein CDU-Direktmandat für den Bundestag bewirbt. "Ich mache 49 Jahre Politik und habe mir im angeblichen Land der Dichter und Denker nicht vorstellen können, welches Ausmaß an Hetze es gibt", sagte Bosbach in seinem Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND).

"Wenn dann noch sogenannte Parteifreunde das Feuer nicht löschen, sondern versuchen, sich einzureihen, dann muss ich sagen: Das ist nicht meine Welt", so Bosbach weiter. Es sei dies der letzte Wahlkampf, den er für die CDU bestreiten werde. "Meine Verpflichtungen werde ich selbstverständlich einhalten, aber das war's dann!"

Er sei "nicht derjenige, der aus 350 Kilometern Entfernung Parteifreunden in Südthüringen zuruft, dass das alles Idioten sind", sagte er mit Anspielung auf eine Kritik von NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU). Er sei von drei CDU-Kreisverbänden in Südthüringen eingeladen worden, die ihm auf seine Frage, warum sie Maaßen nominiert hätten, von einer "ganz anderen Lage" als bei ihm in NRW berichtet hätten mit einem Dreikampf zwischen Linkspartei, AfD und CDU.

Bosbach, der bis 2017 insgesamt 23 Jahre für die CDU im Bundestag saß, betonte, er sei "nicht der Einzige, der zu Maaßen fährt: Bundestagsabgeordnete der Union, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bundesminister a.D. kommen noch. Soll jetzt jedes Mal ein solches Theater gemacht werden - oder wird das nur bei mir gemacht?"

Die Reaktionen auf seinen Auftritt hätten sich mittlerweile gewandelt, sagte Bosbach. Nach "unterirdischen" Kommentaren vor der Veranstaltung habe sich das Meinungsbild komplett gedreht - mit 80-prozentiger Zustimmung. "Weil die Leute sagen, 'Wir haben uns den Film angesehen, warum soll ein CDU-Mitglied nicht zu CDU-Kreisverbänden fahren?'"

Hans-Georg Maaßen wurde 2018 als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Zuletzt geriet er auch innerparteilich durch Tweets über die Grünen-Co-Vorsitzende Annalena Baerbock oder über vermeintliche Kontakte von "tagesschau"-Redakteuren ins linke bis linksextremistische Spektrum in die Kritik.

Er kenne Maaßen seit mehr 20 Jahren, "weil er damals für Rot-Grün gearbeitet hat", so Bosbach. "Er galt als Otto Schilys bester Mann." Lange Zeit habe er "überhaupt nicht gewusst, dass Herr Maaßen CDU-Mitglied ist. Das hat er gut verheimlicht."

Der Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" ist freitags ab 7 Uhr zu hören. Er ist abrufbar auf www.ksta.de, www.RND.de, www.diewochentester.de sowie über Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audio Now, Deezer und Podimo.
Quelle: ots/Kölner Stadt-Anzeiger
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