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Bundestagswahl

Ich weine manchmal, wenn ich die SPD betrachte

"Die Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel hadert derzeit etwas mit der SPD. "Ich bin ein alter sozialdemokratisch sozialisierter Mensch. Deswegen weine und verzweifle ich manchmal, wenn ich die SPD betrachte, die mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen schon so viele Werte über Bord geworfen hat", sagte der 55-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Medien.
Auf die Ära der Kanzlerin Merkel schaut der ehemalige Thomaner-Chorsänger mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Foto: JCS / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

"Die Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel hadert derzeit etwas mit der SPD. "Ich bin ein alter sozialdemokratisch sozialisierter Mensch. Deswegen weine und verzweifle ich manchmal, wenn ich die SPD betrachte, die mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen schon so viele Werte über Bord geworfen hat", sagte der 55-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Mit Blick auf die Bundestagswahl sagte der Leipziger: "Ich halte es für wichtig, dass wir endlich aus der Großen Koalition rauskommen. Ich bin für eine linke Politik, wobei ich nicht die Partei ,Die Linke' meine. Dort mag ich vieles überhaupt nicht, finde auch die nationalistische und teils antisemitische Seite der Linken sehr umstritten. Trotzdem wäre eine mögliche erstrebenswerte Schnittmenge für mich eher Rot-Rot-Grün als Schwarz-Grün oder Jamaika."

Auf die Ära der Kanzlerin Merkel schaut der ehemalige Thomaner-Chorsänger mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Für einen eher links eingestellten Typen wie mich war es in den vergangenen 16 Jahren tatsächlich schwierig, Merkel zu kritisieren. Sie hat zwar nicht alles richtig gemacht, aber im Großen und Ganzen bin ich schon ein Fan von diesem abwägenden Politikstil und nicht von einem Alphatier-basta-Gehabe."

Eindeutig spricht sich Krumbiegel auch gegen eine AfD-Beteiligung an einer Regierung aus: "Ich wünsche mir eine Regierung, die mit unserer Geschichte so umgeht, dass ich keine Bauchschmerzen kriege, also nicht behauptet, dass die Wehrmacht ein ganz cooler Haufen gewesen sei, dass zwölf Jahre Nazizeit nur ein Vogelschiss der Geschichte seien und dass das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein Denkmal der Schande sei. Ich wünsche mir zudem eher eine progressive als eine konservative Regierung."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

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